Es gibt sehr viele verschiedene Auffassungen darüber, was Philosophie eigentlich ist.
Über alle Unterschiede im Selbstverständnis von Philosophie hinweg lässt sich als Gemeinsamkeit festhalten: Das Philosophieren beginnt, ausgehend von konkreten Problemen des individuellen und gesellschaftlichen Lebens, mit dem Infragestellen vermeintlicher
Gewissheiten, dem Zweifel. Dabei geht es um grundsätzliche Fragen, die über konkrete gesellschaftliche und einzelwissenschaftliche Fragen hinausgehen, die Begründung theoretischer Sätze und der unserem Handeln zugrundeliegenden Werte und Normen sowie um die Konsensfindung im verständigungsorientierten Dialog über damit zusammenhängende Probleme. Insofern ist Philosophie keine Lehre, sondern eine Tätigkeit, die durch Werke von Philosophen angeregt wird. Sich mit diesen auseinander zu setzen, ist ein Teil des Philosophierens.