„Zeichnen gegen das Vergessen“ – Zeichnungen, Objekte, Fotografien, Performance

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Ausstellung von Schüler*innen der Sophie-Scholl-Schule vom 3.6. - 6.6.2019 im Hochbunker an der Pallasstraße in Berlin-Schöneberg
Im Mai 2002 wurde am Bunker an der Pallasstraße ein „Ort der Erinnerung“ eingeweiht, der am authentischen Ort auf das Schicksal von Zwangsarbeitern aufmerksam macht. Schüler*innen der Leistungskurse Kunst und Politische Weltkunde hatten eine Konzeption entwickelt, wie durch künstlerische Veränderungen im öffentlichen Raum ein Erinnerungsort entsteht. Der „Ort der Erinnerung“ ist seitdem Teil unserer Schule, regelmäßig sind im Bunker künstlerische Ausstellungen zu sehen, die von Schüler*innen konzipiert werden.

1ZeichnenGegen Das Vergessen

Die Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen“ war eine Zusammenstellung verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen. Am künstlerischen Teil waren Schüler*innen der Jahrgangsstufen 9 und 10 sowie der Künstler Manfred Bockelmann beteiligt. Das Kernstück der Ausstellung waren großformatige Kohlezeichnungen, die Schüler*innen des Wahlpflichtfaches Kunst des 9. und 10. Jahrgangs angefertigt haben. Sie sind auf der Grundlage historischer Fotos aus dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Die Recherche fand im Geschichtsunterricht statt. Die Schüler*innen fertigten außerdem Porträtzeichnungen sowie großformatigen Silhouetten aus Karton von Gegner*innen des Nationalsozialismus an.
Während die Kohle- und Porträtzeichnungen in den fensterlosen Räumen des Bunkers hingen, wurden die Silhouetten in einer Performance durch den Raum getragen. Mithilfe von OH-Projektoren wurden die Umrisse der Gegner*innen des Nationalsozialismus auf die gezeichneten Verbrechen des Zweiten Weltkrieges geworfen. Begleitet wurde die Performance vom Musikleistungskurs der Jahrgangsstufe 12, der Swing-Musik spielte. So verschmolzen die verschiedenen Arbeiten bei der Ausstellungseröffnung zu einem Gesamtkunstwerk. Die
Performance wurde gefilmt und in der Ausstellung gezeigt. Während der Ausstellung führten Schüler*innen die Besucher*innen und in Kleingruppen aufgeteilte Schulklassen durch den Bunker, berichteten über die Geschichte des Ortes und erklärten die künstlerischen Arbeiten.
Besonders durch die Vielfältigkeit der Arbeiten ging die Ausstellung gegen das Vergessen vor. Sie erinnerte sowohl an die Verbrechen als auch an die Gegner*innen des Nationalsozialismus. Für die Schüler*innen war der Arbeitsprozess und die Ausstellung ein neuer Weg, sich dem Thema des Nationalsozialismus anzunähern. Für viele wurde die Zeit von 1933-1945 durch die künstlerische Auseinandersetzung greifbarer und auch persönlich relevanter.

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