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Schuljahreschronik 2008/09

Allgemeines - Schuljahreschroniken

September

02.09.

Start für über 220 neue „Siemis“. Der Schulleiter begrüßt in zwei Durchgängen die neuen Schülerinnen und Schüler. Erwartungsfrohe Gesichter sowie gespanntes Warten auf die neuen Lehrer und Mitschüler. Die Musiker der Klasse 821 unter der Leitung von Herrn Ganzer machen es den „Neuen“ und ihren Eltern leicht, sich rasch zu akklimatisieren.

Eine Neuerung: In der ersten Woche steht noch kein Unterricht auf dem Programm, sondern zusammen mit den Experten von „Kurzzeithelden“ und den Mitarbeitern des Sozialpädagogischen Bereichs (SPB) gibt es zahlreiche spannende und unterhaltsame Angebote, zunächst einmal die Schule, das Freizeitangebot und die neuen Klassenkameraden kennenzulernen. Schnell sind die anfänglichen Ängste verschwunden und die Klassen wachsen schon bald zu einer neuen Gemeinschaft zusammen.

05.09.

Start zu den Paralympics in Peking. Allessandro del Toro (12. Jahrgang) fliegt mit einigen Schülern anderer Schulen zu den Paralympics. Er ist einer der jugendlichen Reporter, die für den „Tagesspiegel“ von den Spielen berichten.

13.09. und 14.09.

Tag des offenen Denkmals. Zahlreiche Besucher nehmen an den Führungen von Bodo Förster durch die Schule und den Bunker teil. Sie erfahren von dem „Augusta-Lager“ in den Räumen der Schule und vom Bau des Bunkers durch hier internierte Zwangsarbeiter.

15.09.

Start der Religionsgruppen nach Wittenberg. Unter der Leitung der evangelischen Religionspädagogin Frau Gschwendtner bricht eine große Gruppe von Schülern zu einer dreitägigen Fahrt in die Lutherstadt Wittenberg auf.

16.09.

Vortrag in München. Auf Einladung der „Stiftung Weiße Rose“ fahren die Schülerinnen Darinka Antic und Lisa Urban sowie ihr Lehrer Bodo Förster nach München. Eingeladen sind auch Repräsentanten des Franz-Marc-Gymnasiums aus Marktschwaben und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums aus Münster. Alle Beteiligten stellen ihre Projekte vor – Darinka Antic und Lisa Urban: Das Bunkerprojekt „Innen/Außen“ – und sprechen über eine Vernetzung aller Schulen, die den Namen von Angehörigen der „Weißen Rose“ haben (siehe www.weisse-rose-stiftung.de/netzwerk).

19.09.

EU-Kommissar Figel’ zu Gast in der Schule. Anlässlich der Übergabe des ersten „Europa-Koffers“ besucht der EU-Kommissar für Bildung, Kultur und Sprachen, Ján Figel’, die Sophie-Scholl-Schule. Mit dabei auch Monika Helbig, die Bevollmächtigte beim Bund und Europa-Beauftragte des Landes Berlin, sowie der Leiter der Europäischen Akademie Berlin, Prof. Dr. Eckart D. Stratenschulte. Die Leiterin der Vertretung der Kommission in Deutschland bedankt sich für den freundlichen Empfang und schreibt: „Der besondere Europa-Bezug Ihrer Schule hat der Veranstaltung einen würdigen Rahmen verliehen.“

22.09.

Besuch aus Israel. Frau Ester Golan, Überlebende des Holocaust aus Berlin, spricht mit Schülern des Leistungskurses Politikwissenschaft (Herr Förster) über ihr Schicksal.

25.09.

Bundesjugendspiele. 661 von 1187 Schülern stellen sich den Anforderungen der diversen Disziplinen, 213 von ihnen erwerben eine Siegerurkunde, 75 eine Ehrenurkunde. Bestens organisiert wurden die Spiele durch Frau Pöhl und die Kollegen des Fachbereichs Sport. Zu denken gibt die hohe Zahl der Schüler, die sich vor dem Wettbewerb drücken – sofern nicht ernste Gründe gegen eine Teilnahme sprechen.

29.09.

Beginn einer neuen Runde im Schüleraustausch mit Peking. Bestens organisiert durch Frau Beyer und liebevoll betreut von Frau Paß, Herrn Kerber und Frau Lüders startet eine neue Runde im Austauschprogramm mit unserer Partnerschule in Peking. Ein umfangreiches Programm gibt den chinesischen Gästen bis zum Abschied am 07.10. Gelegenheit, in ihren deutschen Gastfamilien und bei zahlreichen Exkursionen das Leben in Berlin kennenzulernen.

Oktober

02.10.

Lehrer aus Japan zu Gast in der Schule. 20 Lehrer wollen Informationen sammeln über Besonderheiten des Schulmanagements und der Schulevaluation in Berlin. Nach einem Vortrag des Schulleiters entwickelt sich eine lebhafte Diskussion, in der beide Seiten viel von einander lernen.

08.10.

Studientag des Kollegiums. Hervorragend vorbereitet und organisiert durch Frau Krzeszower findet der diesjährige Studientag statt. Thema: „Gefahren im Internet – Wie machen wir uns und unsere Jugendlichen fit?“. Prof. Dr. Norbert Bolz (TU Berlin) eröffnet den Studientag mit einem spannenden Referat „Die Spuren, die der Mensch im Netz hinterlässt, wird er nicht mehr los – die Lust an der Kommunikation hat Risiken“. In sieben Workshops wird anschließend unter der Anleitung von Fachleuten das Thema von allen Seiten beleuchtet. Zahlreiche Eltern und Schüler nehmen erstmals an einem Studientag des Kollegiums teil.

13.10.

Start der Klassenfahrten. Auch in diesem Jahr gehen die Klassen der 8. und 10. Jahrgangsstufe auf Klassenfahrt. Und alle kommen wohlbehalten zurück.

14.10.

Marie-Florence Ehret zu Gast in der Sophie-Scholl-Schule. Im Rahmen der Genshagener Schriftstellerwochen liest die Autorin vor Schülern der Europa-Klasse 911.

25.10.

Theater im Fernen Osten. Schüler aus der Japanisch-AG an der Sophie-Scholl-Schule reisen unter der Leitung von Frau Josko und Frau Jüdes nach Tokio und bringen das Musical „Till Eulenspiegel“ zur Aufführung – teils in japanischer, teils in deutscher Sprache. Sie wohnen bis zum 10.11. in Familien der Jissen Joshi Gakuen (Mädchenschule) und der Myojo Gakuen. Mit dabei sind auch Schüler der Mendelssohn-Bartholdy-Schule und der Gustvav-Heinemann-Oberschule.

November

07.11.

Franz Josef Müller erneut zu Gast in der Schule. Bereits zum dritten Mal besucht der letzte Überlebende der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ die Sophie-Scholl-Schule. Unterstützt von seiner Frau und immer noch beeindruckend geistvoll erzählt er von den Aktionen und Problemen des Widerstands im „3. Reich“. Aber auch aktuelle Themen spart er nicht aus und nimmt zu den Fragen der Schüler engagiert Stellung. Diese danken es ihm mit einer „standing ovation“.

14.11.

Jahrgangsfest für den 7. Jahrgang. Pünktlich um 18.00 Uhr beginnt im „Fahrradkeller“ auch dieses Jahr die Begrüßungsparty des Sozialpädagogischen Bereichs (SPB). Für die Musik sorgen zwei engagierte DJs aus Prenzlauer Berg, es wird ausgelassen getanzt. Dank der Mithilfe vieler Kollegen gibt es im Foyer eine Reihe von Spielen, Herr Nölke (Mensa-Chef) unterstützt mit Süßigkeiten und Getränken und die restlichen Unkosten trägt zum großen Teil der Förderverein. Allen nochmals vielen Dank!!!

Dezember

18.12.

Opfer der NS-Diktatur zu Gast in der Sophie-Scholl-Schule. 45 ehemalige ukrainische KZ-Insassen besuchen auf Vermittlung des Vereins „Kontakte“ die Schule und treffen mit Schülern der gymnasialen Oberstufe zusammen. Im Anschluss an das Gespräch im Rahmen einer Pressekonferenz werden die Gäste in der Mensa von den engagierten Schülern so freundlich bewirtet, dass die Dankesworte nicht enden wollen.

Januar

05.01.

Grundkurs Ski und Snowboarding. Über 30 Schüler gehen unter der Leitung von Frau Pöhl auf Grundkursfahrt nach Göstling in Österreich und legen dort zum Ende des Kurses ihre Prüfungen in Theorie und Praxis ab. Wohlbehalten sind alle am 14.01. wieder in Berlin.

16.01.

Projekt für Burkina Faso. Dank der Initiative von Camilla Goecke und Nora Kubach der Klasse 115 wurden im Rahmen des Projekts „1 € zu Weihnachten“ insgesamt 569,44 Euro gesammelt, von denen nun vier mechanische Nähmaschinen für die Berufsausbildung im Straßenkinderheim „Kheur Guney“ von Ouagadougou (Burkina Faso) angeschafft werden können.

Das Projekt „Burkina Faso“ wird durch zahlreiche weitere Initiativen gestützt, die vor allem durch Frau Dr. Condamine geleitet werden. So gibt es einen Kalender mit den schönsten Kinderkunstwerken der Kunstklassen an der Schule, den „Solidarischen Sophie-Scholl-Schule-Kalender 2009“. Und durch die erfolgreiche Teilnahme an dem Wettbewerb „Kinderwelten Sharety Award 2008“ konnten weitere 600 Euro in das Hilfsprojekt geleitet werden. Insgesamt sind es nun seit 2007 schon 3500 Euro, mit denen die Schule direkte Hilfe für Kinder in Burkina Faso leistet.

21.01.

GSV-Seminar in der „Alten Feuerwache“. Betreut durch Herrn Hodapp diskutieren der GSV-Vorstand und eine große Zahl von Klassensprechern zwei Tage lang über Aufgaben und Ziele der GSV.

23.01.

Forum mit „Wildwasser“. Eine Schülergruppe der Klasse 821 besucht mit Herrn Ganzer und Frau Wiedemann das Projekt, das sich insbesondere um Mädchen kümmert, die Opfer sexuellen Missbrauchs wurden. Weitere Besuche der Beratungsstelle finden am 18.03. mit Schülerinnen der Klasse 723 und am 19.05. mit Schülerinnen der Klasse 821 statt. Frau Wiedemann aus dem SPB organisiert und betreut die Besuche.

24.01.

Beginn einer neuen Runde im Schüleraustausch mit Rouen (Frankreich). Höhepunkt der Begegnung, die bis zum 30.01. andauert, ist ein gemeinsames Theaterprojekt am 29.01. mit der Schriftstellerin und Regisseurin Brigitte Athéa („Liebesbegegnung“). Betreut wird der Austausch durch Frau Doussin-Steinlein und Frau Dr. Sarrey.

27.01.

Schülerinnen der Sophie-Scholl-Schule bei der Holocaust-Gedenkstunde des Deutschen Bundestages. Auf Einladung des Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert lesen Schülerinnen des LK Politikwissenschaft von Herrn Förster (Olga Becker, Zehra Gögce, Lilli Hasche und Linda Rüsen) Auszüge aus Texten zum Thema „Kinder über den Holocaust – Frühe Zeugnisse 1944-1948“. Chaka Bachmann und Manon Glockmann werden vor der Fernsehübertragung im ARD-Studio zum Thema interviewt.

Die Einladung zu dieser Lesung – in Anwesenheit der gesamten Staatsspitze mit Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesratspräsident Peter Müller und dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen Papier – ist eine hohe Ehre für die Schule. Im offiziellen Text zur Veranstaltung heißt es: „Das Leitbild der Schule orientiert sich an den Idealen der Namensgeberin Sophie Scholl … Vorbildlich sind die Schulprojekte zur Geschichte der Zwangsarbeit“. Der Präsident des Bundestages, Prof. Dr. Lammert, hatte sich ausdrücklich Schüler der Sophie-Scholl-Schule als Vortragende gewünscht.

27.01.

Blumen für die Opfer des Holocaust. Um ihren Respekt und ihr Mitgefühl für die Opfer des Holocaust zu zeigen, übergeben Schüler der Klasse 721 einen Blumenstrauß an einen der Überlebenden. Ermöglicht hat das Projekt ihr Lehrer, Herr Dr. Moltmann.

27.01.

Schüler unterrichten Schüler. In einem ganz besonderen Projekt übernehmen Schüler des Abiturjahrgangs den Unterricht. An zwei Tagen zeigen sie Schülern verschiedener Klassenstufen den Film „Die Welle“ und diskutieren anschließend mit den Schülern. Vorbereitet und betreut wird das Projekt von Frau Krzeszower.

28.01.

Volleyball-Neujahrsturnier. Mit 61 Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 bis 13 war es das größte Volleyballturnier der letzten Jahre. Gespielt wurde in der oberen Sporthalle unserer Schule. Auf zwei Spielfeldern in zwei Staffeln wetteiferten insgesamt neun Teams in teilweise hart umkämpften Spielen um den Sophie-Scholl-Schulcup. Die Finalteilnehmer erhielten ferner einen Beachvolleyball für die kommenden wärmeren Monate. Das Siegerteam erspielte sich das Recht, gegen die seit acht Jahren bestehende Lehrermannschaft antreten zu dürfen.

Februar

18.02.

Theateraufführung. Der DS-Kurs (10. Jahrgang) unter der Leitung von Frau Josko bringt das selbst geschriebene Theaterstück „Albrechtdamm 5 – Verdammt ist das Leben!“ zur Aufführung. In kleinen Szenen werden mit Ernsthaftigkeit, aber auch mit Komik die Probleme der Anonymität in der Großstadt am Beispiel des Lebens in einem Hochhaus oder Plattenbau auf die Bühne gebracht.

18.02.

Der Anmeldeansturm ist bewältigt. Über 580 Anmeldungen für das Schuljahr 2009/2010, darunter weit über 200 Kinder mit einer Gymnasialempfehlung, beweisen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und das Vertrauen der Eltern auch leistungsstarker Kinder haben.

23.02.

Drogenpräventionsberatung. Zusammen mit Frau Wiedemann nehmen Schüler der Klasse 821 das Angebot wahr. Inzwischen ist es dank des Engagements des SPB und insbesondere von Frau Wiedemann gelungen, unter anderem mit „Karuna Prevents“ und dem Drogennotdienst eine feste Kooperation zu entwickeln, so dass über das Jahr zahlreiche Schülergruppen des 7. und 8. Jahrgangs beraten werden können. Die Präventionsarbeit gehört zum festen Bestandteil des Schulprogramms.

März

03.03.

Thomas Geve zu Besuch in der Schule. Herr Geve, geboren in Berlin, interniert in den Konzentrationslagern Auschwitz und Buchenwald, spricht mit Schülern des Leistungskurses Politikwissenschaft (2. Semester) über sein Schicksal.

09.03.

Dr. Richard Meng zu Gast. Zu einem Gespräch mit Schülern der Leistungskurse Politikwissenschaft über Fragen der europäischen Integration kommt der Sprecher des Berliner Senats in die Sophie-Scholl-Schule.

13.03.

Zurück in der alten Schule. Mit weit über 90 Jahren kehrt Marianne May zu einem Besuch an ihre alte Schule zurück. Unter der nationalsozialistischen Diktatur hatte sie auf Grund ihrer jüdischen Herkunft Deutschland verlassen müssen und wurde in Großbritannien eine bekannte Violinistin und Geigenlehrerin, die unter anderem mit Benjamin Britten musizierte.

19.03.

Youth and Migration. Schüler der Europaklassen 711 und 712 besuchen im Rahmen des „Youth and Migration“-Projekts (YAM) Familien anderer Europaschulen. Gesucht wird der interkulturelle Austausch. Vorbereitet werden die Besuche, die auch noch am 26.03. und 24.06. stattfinden, über eine Internetplattform im Rahmen des Unterrichts. Verantwortlich für das interessante Projekt sind Frau Beyer und Frau Seul.

25.03.

Gegenbesuch aus Tokio. In einem gemeinsamen Konzert präsentieren der Mädchenchor der Jissen Joshi Gakuen und der Musicalchor der Sophie-Scholl-Schule ihr Können. Die japanischen Gäste tragen unter anderem japanische Volkslieder und einen japanischen J-Popsong vor, die Schüler der Sophie-Scholl-Schule glänzen mit Liedern aus dem neuen Musical, das im Mai zur Aufführung kommen soll. Organisiert wird die Veranstaltung durch Frau Josko.

25.03.

Klassenzimmer TV. Unter der Leitung von Frau Kühnemann beteiligen sich Schüler der Oberstufe an einem Projekt der ARD, in dessen Verlauf die Schüler solides journalistisches Handwerkszeug vermittelt bekommen und über redaktionelle Berufe im öffentlich-rechtlichen Journalismus informiert werden sollen. Teil des Projekts ist auch ein Besuch im ARD-Hauptstadtstudio und ein Artikelwettbewerb.

27.03.

Beginn eines Schüleraustauschs mit dem „Centre International Valbonne“ (CIV), der bis zum 05.04. andauert. Beteiligt sind die Schüler des LK Französisch unter der Leitung von Frau Pötting und Frau Josko. Im CIV gibt es Workshops zum Improvisationstheater und zur Bewegungstheaterchoreographie.

April

01.04.

Die Prüfungswelle rollt. Schüler der 10. und 13. Jahrgangsstufe treten zu den Präsentationsprüfungen an – insgesamt über 300. Um den Zehntklässlern und Abiturienten die Situation etwas zu versüßen, haben die Kollegen des SPB wieder ein kleines Buffet mit Erfrischungen im „Fahrradkeller“ aufgebaut. Auch an dieser Stelle von allen Schülern einen herzlichen Dank an den Förderverein!

01.04.

„Berliner Jungs“ und „Dick und Dünn“. Schüler und Schülerinnen der Klasse 821 nehmen unter der Leitung von Frau Wiedemann im Rahmen eines Projekttages an geschlechtsspezifischen Beratungen zu sexuellem Missbrauch und Essstörungen teil. Damit wird das Präventionsprogramm der Schule um wichtige Aspekte erweitert.

03.04.

Frau Singelnstein im Ruhestand. Mit dem Beginn der Osterferien verlässt Monika Singelnstein die Sophie-Scholl-Schule. Über viele Jahre hat sie in ihren Fächern Biologie und Gesellschaftswissenschaften Schüler unterrichtet und war dabei eine ebenso beliebte wie anspruchsvolle Lehrerin. Kurz nach den Ferien gibt sie einen Abschiedsempfang, auf dem Schulleiter und Kollegen ihre Verdienste würdigen und ihr viel Freude an ihrer neuen Hauptbeschäftigung wünschen: stolze Großmutter.

09.04.

Eine neue Runde im Schüleraustausch mit Pittsburgh. Bereits zum dritten Mal reist eine Schülergruppe unter der Leitung von Frau Westphal und dieses Mal begleitet von Herrn Dr. Engler zu unserer Partnerschule.

20.04.

Besuch in Hohenschönhausen. Zusammen mit einem Zeitzeugen besuchen unter der Leitung von Frau Beyer Schüler des Abiturjahrgangs die Gedenkstätte Hohenschönhausen und informieren sich über das Schicksal der Opfer der SED-Diktatur.

23.04.

Girls Day. Zahlreiche Schülerinnen nutzen das Angebot, sich in verschiedenen Bereichen umzutun und Informationen über diverse Berufsfelder zu sammeln. Eine erfreuliche Premiere: Auf Initiative von Frau Krzeszower nehmen auch Jungen teil und erkunden typische Frauenberufe. Julian Friedrich zum Beispiel begleitet Schülerinnen und Schüler der Spreewald-Grundschule beim Spielen. Ein toller Anfang für eine sinnvolle Erweiterung des Projekts.

23.04.

Geschichtsunterricht einmal anders. Organisiert von Frau Beyer findet in der Aula für Schüler des 10. und 11. Jahrgangs die Aufführung des Dokumentarfilms „ Die Luftbrücke“ statt – bei anschließender Diskussion mit Zeitzeugen und dem Stadtrat Herrn Hapel.

Mai

04.05.

Neue Fußballturniere. Gut trainiert durch Herrn Blickhan treten die Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8 im Wettkampf III zur Vorrunde an. Am 11.05. schaffen es die Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufe im Wettkampf II zur Bestplatzierung als nicht sportorientiertes Team im Bezirk. Leider unterliegen sie im Entscheidungsspiel zur Regionalrunde im Elfmeterschießen. Der Trainer: „Beide Teams zeigten Spielfreude und Disziplin und waren gute Vertreter unserer Schule.“

11.05.

Bunker soll Denkmal werden. Die SPD-Fraktion stellt einen entsprechenden Antrag in der BVV Tempelhof-Schöneberg. Dieser Antrag wird von der Schule begrüßt und unterstützt.

15.05.

Workshop in der FU. Schüler und Schülerinnen der Kurse Geografie/Geschichte/Politikwissenschaft (2. Semester) nehmen an einem Kreativ-Workshop zur Entwicklung von Bildungsmaterialien des digitalen Interview-Archivs „Zwangsarbeit 1939-1945“ in der FU Berlin teil. Ein zweiter Termin ist im Herbst 2009 vorgesehen.

20.05

Benefizabend des Fördervereins. Im Mittelpunkt des Abends steht eine neue Musical-Produktion unter der bewährten Leitung von Susanne Jüdes (Chor) und Margrit Jacobsen (Band). Im „Sommernachtstraum“ werden die zahlreichen Gäste mit auf eine traumhafte Reise in eine verzauberte Welt genommen, „wo es knistert und knackt und die Liebe Chaos schafft“. Das Publikum ist begeistert und dem Förderverein gelingt es mit dem Empfang zur Pause auf dem Hof wieder einmal, diesen Abend zum geselligen Höhepunkt des Schuljahres werden zu lassen.

Insgesamt sechs Mal kommt das Musical zur Aufführung, immer vor ausverkauftem Haus.

Juni

12.06.

Filmfestival in Selles-sur-Cher (Frankreich). Schüler der Europa-Klasse 911 und der AbiBac-Gruppe im 12. Jahrgang nehmen bis zum 14.06. unter der Leitung von Frau Doussin-Steinlein als Mitglieder der Jugendjury am Kurzfilmfestival in Selles-sur-Cher teil.

15.06.

Premiere des Theaterstücks „Unsere kleine Stadt“ von Thornton Wilder. Die gelungene Inszenierung wird in zwei Aufführungen gezeigt und trifft auf ein begeistertes Publikum. Die Zuschauer sollen sich als Teil des Gartens von Mrs.Gibbs und Mrs. Webb sehen (gegebenenfalls als reife Bohne oder rankende Stockrose), vor allem aber folgen sie der Aufforderung aus dem Programmheft: „Lehnen Sie sich zurück und verfolgen Sie das Leben in Grover’s Corners – bleiben Sie auf den knarrenden Dielen, Ihrem harten Stuhl und bleiben Sie vor allem Sie selbst.“

17.06.

Start der Konfliktlotsenfahrt. Ziel ist es, einen Film zu drehen – als Werbung für neue Konfliktlotsen und als Stärkung der Gruppenbindung. In den drei Tagen arbeiten die Konfliktlotsen in verschiedenen Gruppen entweder am Set oder in vielfältigen Kooperationsspielen.

24.06.

Verabschiedung der Abiturienten. 103 frisch gebackene Abiturienten erhalten das begehrte Zeugnis – so viele wie schon seit Jahren nicht mehr. Und 23 von ihnen haben einen Durchschnitt mit einer 1 vor dem Komma. Mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,5 gehört die Sophie-Scholl-Schule zur Spitzengruppe der drei besten Gesamtschulen Berlins – neben den internationalen Schulen Nelson-Mandela-OS und John-F.-Kennedy-OS.

Den vom Förderverein gespendeten Schulpreis der Sophie-Scholl-Schule erhalten Laura Beckmann, Marie Hölscher, Darinca Antic und Karim Ben Lassoued für ihren Einsatz als Konfliktlotsen sowie Anna Schröder für ihr Engagement im Hilfsprojekt für Frauen in Eritrea. Anthony Krause wird ausgezeichnet für sein herausragendes Engagement in der GSV.

Der lauten bunten Feier in der Aula und auf dem Hof der Schule folgt am 26.06. noch ein festlicher Abi-Ball im „Golfer’s Friend“.

28.06.

Einladung nach Paris. Auf Einladung des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit fliegen 17 Schüler in Begleitung von Frau Serrier nach Paris, um gemeinsam mit 30 anderen Berliner Schülern an einem gemeinsamen deutsch-französischen Seminar zur europäischen Geschichte teilzunehmen. Sie entwickeln in neun Workshops ein Konzept mit Forderungen, wie es mit der Zusammenarbeit auf europäischer Ebene und insbesondere zwischen ihren beiden Städten weitergehen sollte. Diese wurden dann von Loris Kempchen (2. Semester) und einer französischen Schülerin zusammengetragen und anschließend den beiden Bürgermeistern und der anwesenden Presse vorgetragen.

Offizieller Höhepunkt des Treffens ist die Enthüllung eines Stückes Berliner Mauer, das die Stadt Berlin Paris geschenkt hat. Für die deutsche Seite ist Lea Mantel (1011) eine der beiden, die in Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters und des Bürgermeisters von Paris, Bertrand Delanoë, das Mauerstück enthüllen dürfen.

Juli

04.07.

Nochmals Fußball: Auf Initiative von Benjamin Kuntz und Dennis Krause (beide 914) beteiligt sich ein „gemischtes“ Team an einem Ganztagesturnier „Berufsorientierter Gesamtschulen“ in Friedrichshain.

10.07.

Ruhestand. Mit einer großen, fröhlichen Feier werden Frau Himpele, Herr Lipecky und Herr Scharsich in den Ruhestand verabschiedet. Für den langjährigen stellvertretenden Schulleiter, Herrn Scharsich, hat sich das Kollegium ein ganz besonderes Geschenk ausgedacht: Eine „Sonderausgabe“ des Sophie-Scholl- Magazins mit Beiträgen von ehemaligen Schülern, Eltern, Kollegen, in denen die vielen Facetten dieses engagierten Schulmanns gewürdigt werden. Mit ihm und Frau Himpele verlassen zwei weitere Kollegen der „ersten Stunde“ die Sophie-Scholl-Gesamtschule.

13.07.

Zum Ende des Schuljahres noch eine weitere Neuerung. Erstmals werden die Schüler des 10. Jahrgangs mit einer abendlichen Feier in Anwesenheit der Eltern geehrt. Verdient haben sie es sich allemal. Über 28 Prozent von ihnen haben am Ende der Sekundarstufe I einen höheren Abschluss geschafft, als ihnen von ihrer Grundschule vier Jahre zuvor prognostiziert worden war. 135 von ihnen können nun in die gymnasiale Oberstufe wechseln – ursprünglich hatten 91 eine Empfehlung für den Besuch eines Gymnasiums. 53 weitere schaffen den MSA und 13 den Erweiterten Hauptschulabschluss. Das ist eine großartige Bilanz, auf die Schüler, Lehrer und Eltern zu Recht stolz sind. Beste Schülerin: Kim Hümpfer (188 Punkte), bester Schüler: Zeno Schätzle (171 Punkte).

Den vom Förderverein gestifteten Schulpreis der Sophie-Scholl-Schule erhalten Alisa Chernetska, Vanessa Heyden, Vanessa Lukow und Nicole Ruksza für ihren Einsatz im Projekt „Schulshop“ sowie Kim Hümpfer für ihre herausragenden Leistungen bei gleichzeitig großem Engagement für ihre Mitschüler.

14.07.

Endlich Ferien.